Kalk und Korrosion
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FILTRATION (Doku-FI)

Filtration bedeutet zumeist die physikalische (mechanische) Abscheidung von Feststoffen aus Flüssigkeiten oder Gase. (Doku-FI)

Die Systeme sind von der Verwendung der Filterelemente zu unterscheiden in "einmalverwendbar", "ausspülbar", "abreinigbar" oder "rückspülbar"; hieraus, der geforderten Filterfeinheit, zu filtrierendem Material und Betriebstemperatur ergeben sich die System- bzw. die Nachfolgekosten.

Nach Art der Filterelemente unterscheidet man :

Oberflächenfiltration (1)

Bei der Oberflächenfiltration (1) können zum Einsatz kommen

1a) textile oder metallische Fliese  (oder Gewebe), Feinfiltereinsätze (z.B. Filterkerzen, Filterhülsen o. Filterbeutel etc.)
      mit 20 µm bis 2000 µm "nominal",
1b) Membranen (auch plissiert) aus Kunststoffen (Filterfeinheiten von 0,04 µm bis 1,2 µm "absolut").

Sind bei Geweben und Fliesen die einzelnen Fäden/Fasern nicht miteinander verschweißt und können sich somit die Fäden/Fasern verlegen/bewegen, so sind die Angaben zur Filtrationsfeinheit immer "nominale" Angaben, d.h. die Filtrationsergebnisse können sich in grober oder feiner als die angegebene Filterfeinheit der Filtermedien verändern.

Filterelemente, deren Fasern/Einzelteile miteinander verschweißt sind (oder bei Filtermembranen) entstehen definierte Maschenweiten/Durchlässe bzw. Porengrössen, die als "absolute" Filterfeinheit angegeben werden können; eine angegebene "absolute" Filterfeinheit muss jedoch auch nach Benutzung der Filterelemente exakt beweisbar sein. Derartige Elemente kommen auch als "abspülbare", "rückspülbare", "ausspülbare" oder "abzureinigende" Filterelemente zum Einsatz.

Oberflächenfilterelemente weisen zumeist eine geringe Mächtigkeit/Dicke auf.

 


Abb.1


Tiefenfiltration (2)

Bei der Tiefenfiltration (2) werden die den Flüssigkeiten/Gase zu entziehende Partikel mittels dreidimensionaler Filtermaterialien filtriert, solche kommen (mit "nominalen" Feinheiten von 1 µm bis 200 µm) z.B. als

2a) z.B. geschäumte/gesinterte/gepresste oder gewickelte Elemente aus Kunststoffen oder Textilien oder Metallen
2b) Nadelfilze etc.

zum Einsatz.

Es ist davon auszugehen, dass zu Tiefenfilterelementen zumeist nur eine "nominale" Filterfeinheit angegeben werden kann, also nur ein Circa - Wert zur Filterfeinheit.
Da hier die aufgenommenen Feststoffteilchen nicht nur auf der Oberfläche der Filterelemente verbleiben, sondern auch im Innern der Filterelemente festgehalten werden, können Tiefenfilterelemente zur Säuberung nicht zurückgespült/gereinigt werden. Tiefenfilterelemente haben bedingt durch deren großes Porenvolumen(Innenoberfläche),eine hohe Aufnahmefähigkeit für Feststoffteilchen und weisen eine hohe mögliche Durchsatzrate auf; teilweise können Tiefenfilterelemente auch zur Abscheidung von Kolloiden und gelartigen Partikeln eingesetzt werden.

Bei den aufgezeigten Filtrationsmöglichkeiten wird zumeist von aussen nach innen filtriert: die Feststoffteilchen verbleiben je nach Durchlässigkeit der Filterelemente im Bereich zwischen Filterelement und Filtergehäuse bzw. bei Tiefenfiltern ggf. zum Teil im Filterelement - anders jedoch bei der Filtration mittels Filterbeuteln. Die Filtration mit Filterbeuteln (2b)(Oberflächen oder Tiefenfiltermaterial) bedeutet, dass Feststoffteilchen zum größten Teil im Filterbeutel und nicht im Filtergehäuse verbleiben werden.

Abb.2

Adsorptionsfiltration (3)

Bei der Adsorptionsfiltration (3) nutzt man dreidimensionales spezielles textiles Filtermaterial (Tiefenfiltration) das zusätzlich elektrokinetische Eigenschaften aufweist. Diese Kombination erbringt ausser hohen Durchsatzraten einer Tiefenfiltration die Aufnahmemöglichkeit des Filterelementes für u.a. Kohlenwasserstoffe (z.B. Oelreste).

Copyright für Text und Foto´s: Klaus-D. Fuchs, Postfach 1525, 56405 Montabaur

Abb.3

Größenordnungen    (Doku-GR)  Copyright: Klaus-D. Fuchs, Postfach 1525, 56405 Montabaur